Jun 202010
 

Nachdem aufgrund der langen Verletzungspause mein Trainingszustand rapide abgefallen war und ich alle hochfliegenden Pläne in Richtung Ironman etc. in die ferne Zukunft stellen musste, habe ich mich extrem gefreut, überhaupt einmal wieder an einem Wettkampf teilzunehmen. Am vergangenen Sonntag war es dann endlich soweit…

Alle zwei Jahre wird in Limburg der City-Triathlon ausgetragen, man kann zwischen einer Jedermann- und der Kurzdistanz wählen. Da mir die Laufstrecke von 10km trotz Verletzung und geringen Trainingsumfängen beherrschbar erschien, meldete ich mich im Februar für die Kurzdistanz in Limburg an. Die Vorbereitung auf den Wettkampf lief soweit gut, allerdings leider mit deutlich niedrigerer Intensität als wünschenswert. Vor allem in meiner “Lieblingsdisziplin”, dem Schwimmen…

So gesehen stand ich am Sonntag morgen gegen 10.00h mit durchaus gemischten Gefühlen am Start: Noch nie in freien Gewässern 1,5km geschwommen, das letzte Mal vor zwei Monaten im Becken gewesen – optimale Vorbereitung also ;-). Die ersten 200m verliefen entsprechend positiv: Nach dem allgemeinen Start-Getümmel verabschiedete sich meine Schwimmbrille und ich habe es nicht mehr geschafft, sie so aufzusetzen, dass sie nicht mit Wasser vollgelaufen wäre – also die restlichen 1.300m ohne Brille schwimmen. Das die ersten 750m stromaufwärts gingen, hat die Motivation nicht unbedingt gesteigert – das erste (und zum Glück einzige!) Mal ans Aufgeben dachte ich also schon nach 200 Metern. Als ich nach knapp 26 Minuten endlich an der Wendemarke stromaufwärts angekommen war, konnte ich zumindest meine Befürchtung widerlegen, dass die Fließgeschwindigkeit der Lahn möglicherweise größer als meine Schwimmgeschwindigkeit sein könnte ;-). Nach weiteren 17 Minuten war ich dann wieder zurück am Ausgangspunkt und konnte endlich zur etwas stärkeren Disziplin wechseln – als 106. von 112 Startern… 0:43:40 für Teil 1.

 

Voll motiviert bin ich auf das Rad gestiegen – aktuell meine starke Disziplin. Erstaunlich war, wie lange man braucht, bis man sich nach dem Wechsel von einer auf die andere Disziplin umgestellt hat, die ersten 20 Minuten fühlte sich das Radfahren sehr komisch an. Der Kurs war in fünf Runden zu je 8 km aufgeteilt und zeichnete sich durch eine Reihe enger Kurven und steiler Anstiege aus. Relativ schnell konnte ich zu anderen Teilnehmern aufschließen und einige Plätze gutmachen – schließlich musste ich meinen angereisten “Fans” ja auch etwas bieten :-). Für die Radstrecke habe ich inklusive der beiden Wechsel 1:21:55 benötigt. Keine tolle Zeit, für den ersten Triathlon aber ok. Gewechselt habe ich als 94., die reine Rad-Zeit bedeutete Platz 61.

Die letzte Disziplin: Das Laufen. Früher hätte ich über 10km gelacht. Auch heute ist diese Distanz natürlich nicht wirklich eine Herausforderung – durch die geringen Trainingsumfänge merkt man die Erschöpfung nach zwei Stunden jedoch deutlich. Die Laufstrecke ging über den Neumarkt und durch die Altstadt – vier Runden waren zu absolvieren. Nach 0:51:10 Laufzeit und einer Gesamtzeit von 2:56:34 lief ich über die Ziellinie – Platz 88 und Laufzeit Nr. 74.

Es war ein herrliches Gefühl, sich einmal wieder so richtig ausgepowert zu haben. Und vor allem war es toll, alle Zweifel überwunden und nicht aufgegeben zu haben. In Summe bin ich mit dem ersten Triathlon sehr zufrieden – auch wenn die Verbesserungspotenziale im Schwimmen sehr deutlich geworden sind 🙂

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