Sep 072013
 

Meine erste Alpenüberquerung mit dem Fahrrad ist geschafft – hier eine kurze Zusammenfassung.

Sowohl die Strecke als auch die Landschaft waren ein beeindruckendes Erlebnis.  Man fragt sich schon das eine oder andere Mal, ob man hier nicht wohnen möchte. Mit dem Wetter hatte ich unheimliches Glück, ich hatte durchgängig blauen Himmel und kein Tröpfchen Regen. Bei schlechtem Wetter hätte die gleiche Strecke mit Sicherheit erheblich weniger Spaß gemacht bzw. wären manche Pässe gar nicht befahrbar gewesen.

Auch bei der Auswahl der Hotels und Gasthäuser auf der Strecke hatte ich keine Fehlgriffe, für Übernachtung und Frühstück waren die drei Häuser vollkommen ausreichend.

Ebenfalls keine Probleme hatte ich mit der Technik. Ich hatte keine platten Reifen und keine Probleme mit der Schaltung oder den Bremsen. Insbesondere froh war ich, dass ich nicht meine Carbon-Laufräder genutzt habe, sondern bei den klassischen Alu-Bremsflanken geblieben bin. Diese haben sich auf den langen Abfahrten mit vielen Kehren recht stark erhitzt, haben mich aber nie im Stich gelassen.

Das Gepäck auf einem Gepäckträger mitzunehmen hat ebenfalls gut funktioniert, ich war sehr froh, dass ich mich gegen einen Rucksack entschieden habe. Bezüglich der Navigation habe ich die Routen vorab geplant, als GPX-Datei gespeichert und dann mittels einem App auf meinem Handy anzeigen lassen. Das hat sehr gut funktioniert, auf der kompletten Strecke mit vielen kleinen Abzweigungen bin ich nur zwei Mal falsch abgebogen.

Eine Zusammenfassung in Zahlen:

  • 485,2 km,
  • 23:15h Fahrzeit,
  • 20,9 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit,
  • 8.800HM,
  • 151 Watt durchschnittliche Tretleistung,
  • 57 U./min.  durchschnittliche Tretfrequenz,
  • 143 Schläge/min. durchschnittliche Herzfrequenz,
  • 12.700 kCal Energieverbrauch.

Einzige Änderung werde ich für die nächste Transalp vornehmen: noch kleinere Übersetzungen. Man merkt das sehr gut daran, wenn man immer wieder am Schalthebel prüft, ob sich in der Zwischenzeit nicht doch noch ein kleinerer Gang „eingebaut“ hat. An besonders steilen Abschnitten sank meine Tretfrequenz unter 50 U/min, und das bei einer sehr hohen Tretleistung von über 350 Watt. Gut für die Kniegelenke ist das sicher nicht und lässt sich mit kleineren Kettenblättern auch gut umgehen.

In Summe war es eine tolle Tour und eine sehr schöne Erfahrung. Sicherlich nicht das letzte Mal, dass ich mit dem Rad über die Alpen gefahren bin – es gibt noch viele schöne Routen zu entdecken.

Zum Nachfahren folgende Links:

Etappe 1: http://connect.garmin.com/activity/369381969
Etappe 2: http://connect.garmin.com/activity/369381559
Etappe 3: http://connect.garmin.com/activity/369381139
Etappe 4: http://connect.garmin.com/activity/369380675

Sep 012013
 

Heute war es schon soweit: Die letzte Etappe der Transalp von Passo del Tonnale nach Riva del Garda stand auf dem Programm. Von der Passhöhe hatte ich zunächst fast 25km Abfahrt, sodass sich die Beine noch etwas von gestern erholen konnten. In Dimaro bin ich dann in Richtung des vorletzten Passes abgebogen.

Es waren noch einmal gut 920 HM zu bewältigen. Nach 1:20h kam ich an der Passhöhe an.

Auch heute, am vierten Tag, war das Wetter wieder super.

Nach weiteren 20km Abfahrt kam ich in Spiazzo vorbei.

Einige Kilometer weiter, in Villa Rendena, begann der schönste Abschnitt der heutigen Tour. Ich fuhr von der SS239 auf eine kleine Nebenstraße ab. Diese verlief in vielen eng geschlungenen Kurven etwas oberhalb des Tals, sodass man den Blick hinab genießen konnte. Entlang vieler Abschnitte war die Straße in den Fels geschlagen.

Nach ungefähr 15 Kilometern kam ich an einem schönen Wasserfall vorbei.

Nach einer kurzen Rast fuhr ich weiter und habe in Stenico erstmals das Ziel meiner Transalp, „Riva del Garda“, auf einem Straßenschild gesehen.

Nach einer kurzen Abfahrt begann der letzte Pass der Tour, wobei „Pässchen“ eher eine treffende Beschreibung gewesen wäre ;-).

Nach 10km war auch dieser erreicht.

Nun hatte ich noch gute 12km Abfahrt vor mir, bis ich endlich bei meinen beiden Mädels angekommen war. Auf dem Weg habe ich noch mal kurz den Blick auf den Lago die Tenno…

…und herunter auf Riva del Garda genossen.

Nach knapp 4,5h Fahrzeit kam ich in unserer Ferienwohnung an und wurde von Katja und Paula empfangen.