Sep 182015
 

Heute morgen bei Sonnenaufgang bin ich zu meiner großen Radrunde aufgebrochen. Ich hatte mir eine Tour von knapp 210km und ungefähr 2.800HM herausgesucht. Da die Sonne erst um 07.30h aufgeht und es schon um 19.30h wieder dunkel wird, hatte ich nur 12h Zeit für die Tour – also keine Zeit für lange Pausen.

Los ging es von Portocolom nach Felanitx, von dort aus weiter in Richtung Vilafranca de Bonany.

Auftakt zur Fahrradtour – schmale, unbefahrene Straßen kurz hinter Felanitx

Da war es noch easy…

Schattenspiele auf Bruchsteinmauern

Von dort aus ging es weiter nach Sineu…

Schöne renovierte Windmühle bei Sineu

…und weiter nach Inca.

Weiter auf dem Rad in Richtung Inca

Dort konnte ich schon auf das Tramuntana-Gebirge blicken. Zeit für einen kurzen Boxenstop an einer Tankstelle, um die Trinkflaschen aufzufüllen.

Nicht umsonst ist das Tramuntana-Gebirge UNESCO Weltkulturerbe

Dann ging es weiter über Selva und Caimari.

Ortsdurchfahrt Caimari

Hier wartete der erste Anstieg auf mich zum Coll de sa Batalla mit 7,9km Länge und durchschnittlich 5% Steigung. Hier bin ich 2010 schon mit Christian hochgefahren – auch dieses Mal war die Strecke ein echter Genuss. Nächstes Wochenende haben hier ungefähr 3.000 Starter beim Ironman Mallorca die Freude ;-).

Der erste Aufstieg – Coll de sa Batalla – liegt auf der Strecke des Ironman Mallorca

Die Strecke führt über Serpentinenstraßen bergauf

Ein Genuss – der Blick bergab ins Tal

Ein schöner Platz für ein Häuschen

Über die Küstenstraße Ma-10 ging es zu meinem eigentlichen “Top-Ziel” der Tour – Sa Calobra.

Wolkenverhangene Berggipfel

Die Abfahrt nach Sa Calobra

Die Abfahrt nach Sa Calobra war leider sehr lästig – unheimlich viele Busse und Jeeps hielten immer wieder an und blockierten die Straßen. Dafür war es im Hafen umso schöner.

Glücklich im Hafen angekommen

Ein grandioser Ausblick auf den Hafen

Eigentlich wollte ich in Sa Calobra eine Mittagspause machen. Allerdings gibt es “nur” zwei Massentourismus-Selbstbedienungs-Restaurants, sodass ich mich nach einer kurzen Foto-Pause direkt auf den Rückweg gemacht habe. Der zweite Anstieg hatte dann 9,5km und 7% Steigung.

Der zweite Aufstieg des Tages – Coll des Reis

Ein wunderschöner Anstieg

Serpentinen…

…und mehr Serpentinen

Oben angekommen gibt es die berühmte 270°-Kurve, kurz danach kommt man auf die Passhöhe.

Am Gipfel angekommen

Nach einer kurzen Abfahrt kam ich wieder auf der Ma-10 an. Hier habe ich mir an einem Kiosk eine kurze Essenspause gegönnt, es gab ein leckeres Bocadillo con Tuna und einen Espresso.

Zurück auf der Gebirgsstraße Ma-10

Danach ging es am Kloster Lluc vorbei in Richtung Pollenca.

Die Promenade von Port de Pollenca

Blick vom Strand auf Cap Formentor

In Pollenca hatte ich damals mit Christian gewohnt – es war witzig, an unserem damaligen Hotel vorbeizufahren.

Club Pollentia – unser Radhotel von 2010

Kitesurfer in der Bucht von Alcudia

Von Alcudia aus ging es dann über Can Picafort, St. Margalida, Petra und Manacor zurück nach Portocolom. Angenehmerweise hatte ich etwas Rückenwind, sodass ich von Alcudia aus fast einen 30er Schnitt fahren konnte.

Insgesamt war ich knapp über neun Stunden unterwegs – das war wesentlich schneller, als ich gedacht hatte. In Summe kam ich auf 210km und 2.650HM. Die Tour war wunderschön und hat Lust auf noch mehr Radfahren in Mallorca gemacht – wir kommen wieder ;-).

Sep 172015
 

Selbstverständlich musste ich auf Mallorca auch mal Rennradfahren. Heute morgen nach dem Joggen habe ich mir ein Rennrad ausgeliehen. Dann ging es auf eine Runde zum Warmfahren. Da wir nur unweit vom Kloster San Salvador entfernt wohnen, war das erste Ziel natürlich glaskar. Die Auffahrt über die wunderschön angelegte Serpentinenstrecke ist unvergesslich.

Auf dem Gipfel des San Salvador

Nach der Abfahrt ging es in Richtung Felanitx und von dort aus auf einen zweiten nahegelegenen Berg, zum Castell de Santueri. Diese Auffahrt war deutlich ungleichmäßiger mit einigen steilen Rampen zwischen 15 und 20% Steigung. Oben angekommen entschädigte ein schöner Blick auf die Burgruine und die Küste.

Castell de Santueri

An dieser Stelle sollte ich erwähnen, dass ich mir die Route mit Google Maps herausgesucht hatte. Für die Abfahrt vom Castell de Santueri wurde ich auf einen Weg gelotst, der zunächst fein geschottert war. Später wurde aus dem Weg dann ein richtiger Trail – ich habe Glück gehabt, dass das Rennrad mit den schmalen Reifen diesen Weg ohne Plattfuß überstanden hat.

Eine wunderbare Schotterabfahrt mit dem Rennrad – danke Google Maps für die Streckenempfehlung 🙂

Wieder zu Hause angekommen standen knapp 40km und etwas mehr als 800HM auf dem Tacho.

Heute war Warmfahren – Morgen geht es dann auf die große Runde.

Aug 052015
 

Am 05. August bin ich zu einer zweitägigen (naja, ursprünglich war mehr geplant…) Radtour aufgebrochen. Über Montabaur ging es in Richtung Osten, bis ich in Bendorf an den Rhein kam.

Entlang des Rheinradwegs gibt es immer wieder schöne kleine Dörfer mit netten Häusern und Kirchen.

Um 11.00h hatte ich Bonn erreicht, etwas mehr als 100km lagen bereits hinter mir. Die Rheinauen sind immer wieder wunderbar anzusehen, hier der Blick auf das Hauptquartier der Deutschen Post.

Weiter ging es entlang des Rhein-Radwegs, bis ich bei ca. 175km Düsseldorf erreicht hatte. Bei dem schönen Sommerwetter war es unmöglich, entlang der Rheinpromenade ein freies Bänkchen für eine Pause zu ergattern – also habe ich im Stehen einen kleinen Snack genommen.

Weiter ging es durch den Pott – die Aussicht war hier etwas weniger reizvoll…

Nach 250km hatte ich Borken erreicht. Hier habe ich in einem Supermarkt mein Abendessen gekauft und nochmal die Trinkflaschen aufgefüllt. Ab ging es auf die letzten 12km Rad für heute.

Hier schlug ich dann mein Nachlager auf und parkte mein Rad unter einem schönen großen Baum.

Am ersten Tag waren es 262km mit einem Durchschnitt von knapp 25km/h – so hatte ich mir das vorgestellt.

Am nächsten Morgen ging es zeitig weiter, hier ein letzter Blick zurück auf meine Ruhestätte.

Durch schöne Alleen ging es zunächst in Richtung Osten.

Einen kurzen Kaffee-Stopp habe ich in Velen eingelegt. In diesem “Sportschloss” hatten Steffi und Sebastian vor kurzem erst geheiratet, es war witzig, so kurze Zeit danach nochmal hier zu sein.

Weiter ging es entlang des Dortmund-Ems Kanals…

…auf einem Schotterweg… Die Rad-Routen-Empfehlungen von Google sind für Rennräder nur bedingt geeignet.

Bei Werl gab es dann das erste Mal so etwas wie einen Berg – der aber einen schönen Blick zurück auf das Ruhrgebiet ermöglichte.

Und dann war es schon soweit – Arnsberg, das Ziel der zweiten Etappe, stand zum ersten Mal auf einem Wegweiser.

Heute waren es knapp über 150km und – dank des steten Gegenwinds – nur 24km/h im Schnitt.

Die Tour hat recht viel Spaß gemacht, auch wenn sie landschaftlich bei weitem nicht so reizvoll war wie meine Transalp 2013. Mit der Navigation hat es gut geklappt, die Beine haben auch ganz gut mitgespielt. An der Logistik drum herum kann man sicherlich noch einiges verbessern, z.B. weiß man bei manchen Dingen erst nach der Tour mit Sicherheit, dass man sie tatsächlich nicht gebraucht hätte. Diese Erkenntnis nimmt man dann zumindest für die nächste Tor mit.

 Posted by at 06:31
Jul 262015
 

Heute Morgen haben wir erstmal ausführlich in unserem Hotel “Ebertor” gefrühstückt. Danach sind wir eine kleine Runde durch Boppard spazieren gegangen. Ein wirklich schönes Fleckchen.

Nach unserer Runde sind wir mit dem Sessellift zum Aussichtspunkt “Gedeonseck” gefahren.

Von dort aus haben wir die Aussicht auf die Rheinschleife genossen.

Dann ging es mit dem Rad weiter nach St. Goar.

Dort haben wir noch zu Mittag gegessen und haben dann mit der Fähre nach St. Goarshausen übergesetzt. Von dort aus sind wir mit dem Zug über Wiesbaden zurück nach Limburg gefahren. Ein schöner Ausflug!

Jul 252015
 

Heute Vormittag sind wir – Sascha, Dominique und ich – mit dem Radl von Limburg in Richtung Boppard losgefahren. Das Wetter war heute nicht ganz optimal für eine Tour – dennoch haben wir es bis an den Rhein geschafft…

…und dort auch mal kurz den Ausblick genossen.

In Filsen haben wir dann die Fähre nach Boppard genommen, dem Ziel unserer heutigen Tour.

In Summe waren es dann knapp 78km bei ziemlich ungünstigen Bedingungen.

Den Abend haben wir dann noch bei einer leckeren Portion Pasta ausklingen lassen.

Sep 072013
 

Meine erste Alpenüberquerung mit dem Fahrrad ist geschafft – hier eine kurze Zusammenfassung.

Sowohl die Strecke als auch die Landschaft waren ein beeindruckendes Erlebnis.  Man fragt sich schon das eine oder andere Mal, ob man hier nicht wohnen möchte. Mit dem Wetter hatte ich unheimliches Glück, ich hatte durchgängig blauen Himmel und kein Tröpfchen Regen. Bei schlechtem Wetter hätte die gleiche Strecke mit Sicherheit erheblich weniger Spaß gemacht bzw. wären manche Pässe gar nicht befahrbar gewesen.

Auch bei der Auswahl der Hotels und Gasthäuser auf der Strecke hatte ich keine Fehlgriffe, für Übernachtung und Frühstück waren die drei Häuser vollkommen ausreichend.

Ebenfalls keine Probleme hatte ich mit der Technik. Ich hatte keine platten Reifen und keine Probleme mit der Schaltung oder den Bremsen. Insbesondere froh war ich, dass ich nicht meine Carbon-Laufräder genutzt habe, sondern bei den klassischen Alu-Bremsflanken geblieben bin. Diese haben sich auf den langen Abfahrten mit vielen Kehren recht stark erhitzt, haben mich aber nie im Stich gelassen.

Das Gepäck auf einem Gepäckträger mitzunehmen hat ebenfalls gut funktioniert, ich war sehr froh, dass ich mich gegen einen Rucksack entschieden habe. Bezüglich der Navigation habe ich die Routen vorab geplant, als GPX-Datei gespeichert und dann mittels einem App auf meinem Handy anzeigen lassen. Das hat sehr gut funktioniert, auf der kompletten Strecke mit vielen kleinen Abzweigungen bin ich nur zwei Mal falsch abgebogen.

Eine Zusammenfassung in Zahlen:

  • 485,2 km,
  • 23:15h Fahrzeit,
  • 20,9 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit,
  • 8.800HM,
  • 151 Watt durchschnittliche Tretleistung,
  • 57 U./min.  durchschnittliche Tretfrequenz,
  • 143 Schläge/min. durchschnittliche Herzfrequenz,
  • 12.700 kCal Energieverbrauch.

Einzige Änderung werde ich für die nächste Transalp vornehmen: noch kleinere Übersetzungen. Man merkt das sehr gut daran, wenn man immer wieder am Schalthebel prüft, ob sich in der Zwischenzeit nicht doch noch ein kleinerer Gang „eingebaut“ hat. An besonders steilen Abschnitten sank meine Tretfrequenz unter 50 U/min, und das bei einer sehr hohen Tretleistung von über 350 Watt. Gut für die Kniegelenke ist das sicher nicht und lässt sich mit kleineren Kettenblättern auch gut umgehen.

In Summe war es eine tolle Tour und eine sehr schöne Erfahrung. Sicherlich nicht das letzte Mal, dass ich mit dem Rad über die Alpen gefahren bin – es gibt noch viele schöne Routen zu entdecken.

Zum Nachfahren folgende Links:

Etappe 1: http://connect.garmin.com/activity/369381969
Etappe 2: http://connect.garmin.com/activity/369381559
Etappe 3: http://connect.garmin.com/activity/369381139
Etappe 4: http://connect.garmin.com/activity/369380675

Sep 012013
 

Heute war es schon soweit: Die letzte Etappe der Transalp von Passo del Tonnale nach Riva del Garda stand auf dem Programm. Von der Passhöhe hatte ich zunächst fast 25km Abfahrt, sodass sich die Beine noch etwas von gestern erholen konnten. In Dimaro bin ich dann in Richtung des vorletzten Passes abgebogen.

Es waren noch einmal gut 920 HM zu bewältigen. Nach 1:20h kam ich an der Passhöhe an.

Auch heute, am vierten Tag, war das Wetter wieder super.

Nach weiteren 20km Abfahrt kam ich in Spiazzo vorbei.

Einige Kilometer weiter, in Villa Rendena, begann der schönste Abschnitt der heutigen Tour. Ich fuhr von der SS239 auf eine kleine Nebenstraße ab. Diese verlief in vielen eng geschlungenen Kurven etwas oberhalb des Tals, sodass man den Blick hinab genießen konnte. Entlang vieler Abschnitte war die Straße in den Fels geschlagen.

Nach ungefähr 15 Kilometern kam ich an einem schönen Wasserfall vorbei.

Nach einer kurzen Rast fuhr ich weiter und habe in Stenico erstmals das Ziel meiner Transalp, „Riva del Garda“, auf einem Straßenschild gesehen.

Nach einer kurzen Abfahrt begann der letzte Pass der Tour, wobei „Pässchen“ eher eine treffende Beschreibung gewesen wäre ;-).

Nach 10km war auch dieser erreicht.

Nun hatte ich noch gute 12km Abfahrt vor mir, bis ich endlich bei meinen beiden Mädels angekommen war. Auf dem Weg habe ich noch mal kurz den Blick auf den Lago die Tenno…

…und herunter auf Riva del Garda genossen.

Nach knapp 4,5h Fahrzeit kam ich in unserer Ferienwohnung an und wurde von Katja und Paula empfangen.