Aug 162016
 

Als aller erstes möchte ich mich bedanken – bei Katja dafür, dass Sie mir nicht nur das Training zeitlich ermöglicht hat, sondern mich auch ganz phantastisch zusammen mit den Kindern im Rennen angefeuert hat. Dann natürlich auch bei allen Freunden, die mir gute Wünsche und Tipps haben zukommen lassen. Und last not least bei allen freiwilligen Helfern am Renntag – ohne Euch wäre diese tolle Veranstaltung nicht möglich gewesen!

Zur Vorgeschichte: Im Dezember 2015 hatte ich entschieden, mich für den Ironman Wiesbaden anzumelden. Grund war unter anderem eine spezielle Promotion, dass man bei Anmeldung während der Weihnachtszeit eine Person der Wahl mit in den Zielbereich nehmen konnte, die einen beim Zieleinlauf empfangen darf. In den Wintermonaten habe ich den Fokus auf das Lauftraining gelegt, aber auch einiges auf dem Rollentrainer trainiert. Den Frankfurt-Halbmarathon mit einer geplanten Zielzeit unter 1:30h musste ich dann wegen einem Infekt absagen. Ende März war das Rad-Trainingslager auf Mallorca angesetzt. Die ersten fünf Tage davon liefen sehr gut, danach musste ich mit erneuter Erkältung und hohem Fieber abbrechen. Ende April bin ich dann in den 16 Wochen Trainingsplan für den Ironman Wiesbaden gestartet. Dass das durchaus umfangreiche Training der ersten Monate des Jahres Früchte trägt, konnte ich erstmals beim 40km Zeitfahren der Triathlon Equipe Elz Anfang Mai beweisen – Bestzeit um über 5 Minuten auf 57:07min verbessert. In den Wochen bis zum Rennen habe ich in Summe 50km Schwimmen, 2.100km Rad und 420km Laufen hinter mich gebracht und dabei viele tolle Trainingseinheiten gehabt – 97km Radfahren mit einem 37er Schnitt auf Grundlagenausdauer 2 hätte ich Anfang des Jahres nicht für möglich gehalten.

Mein A-Ziel für den Wettkampf war klar gesteckt: Finish Sub 5:25h. Beim Schwimmen hatte ich 38 Min angepeilt, 4 Min für den ersten Wechsel, 3:00h für das Radfahren, 3 Min für den zweiten Wechsel und 1:40h für den abschließenden Halbmarathon. Für den absolut schlechtesten Fall (Wind, hohe Temperatur, etc.) hatte ich eine Zeit unter 6:00h angepeilt, war mir aber sicher, dass dieser nicht eintreten würde. Katja hatte sogar noch eine ganz tolle Fan-Bekleidung vorbereitet, damit ich die ganze Familie beim Anfeuern auch wirklich nicht übersehe.

20160814_Fanbekleidung

In der letzten Woche vor dem Wettkampf dann die Ernüchterung: Magen-Darm-Infekt in der ganzen Familie. Angefangen hatte es bei Katja, dann bei mir und schließlich bei den Kindern. Am Mittwoch ging es mir wieder besser, am Donnerstag Abend kam der Infekt dann aber mit Wucht (und Durchschlag :-)) zurück. Am Samstag morgen war es wieder etwas besser, aber schon der Versuch des Carbo Loadings führte zurück auf Los. Am Rennmorgen habe ich um 05.00h ein Frühstück versucht – mehr als einen Joghurt bekam ich nicht herunter – und der kam dann auch um 06.00h mit den Resten des Vorabends gleich wieder oben raus. Super. Da las ich dann nochmal die genauen finanziellen Regelungen einer krankheitsbedingten Absage durch ;-). Aber Kneifen war nicht, also sind wir alle zusammen um 06:15h nach Raunheim gefahren.

Als wir am Raunheimer Waldsee ankamen und ein unablässiger Strom von Teilnehmern zum Startbereich pilgerte, kam trotz der Rahmenbedingungen Vorfreude auf. Das war der Moment, für den ich trainiert habe. In der Wechselzone dann noch schnell die letzten Vorbereitungen für den Start treffen und dann ging es auch schon ruck-zuck zum Schwimmstart. Der Kurs musste im Vergleich zu den Vorjahren verändert werden, da der See noch immer eine aktive Kiesgrube ist.

SwimCourseComparison

Der neue Kurs hatte Ähnlichkeit mit einem Pilz und ich dachte mir: Wow, so sähe das wohl aus, wenn mir jemand sagt: „Schwimm eine gerade Linie im Freiwasser“ ;-).

Mit über 2.000 weiteren Athleten am Start zu stehen, war dann schon ein tolles Gefühl.

20160814_Schwimmstart

In der Tat war die Navigation im See nicht ganz so einfach, wegen der tiefstehenden Morgensonne und den vielen Athleten waren die Bojen teilweise nur schwer zu erkennen. In Summe lief das Schwimmen zwar nicht zeitlich, aber doch zumindest gefühlt deutlich besser als befürchtet – kein zu heftiger Körperkontakt mit anderen Athleten, keine Atemnot, keine Bauchschmerzen. Soweit, so gut.

20160814_Australian-Exit

Beim kurzen Zwischenlandgang die überraschende Anfeuerung von Katja und den Kindern, die mich in der Menge der mit Neoprenanzug, Schwimmbrille und Badekappe verkleideten Menschen tatsächlich entdeckt hatten. Nochmal weitere 500m Schwimmen und dann war der erste Teil geschafft – 1,9km Schwimmen in 42:21min. Rang in meiner Altersklasse: 160 von 215 – aber das kenne ich ja schon ;-).

Nach einem schnellen Wechsel ging es dann auf das Rad. Die ersten 15km waren relativ flach, ich fuhr ohne große Mühe einen 38er Schnitt, blieb aber trotzdem deutlich unter meiner Ziel-Leistung von 242 Watt. Danach kamen die ersten leichten Steigungen. Bergan versuchte ich, eine Tretleistung zwischen 220 und 260 Watt zu erreichen, mit den kurzen Abfahrten kam ich im Mittel der ersten Stunde gerade einmal auf 203 Watt – oh je! Langsam müsste ich mal etwas essen oder trinken, dachte ich. Ich versuchte es mit einem Gel – mein Magen fand die Idee nicht so gut und reagierte mit ziemlicher Druckbildung. Das macht in der Aeroposition nicht sehr glücklich. Also keine Gels mehr für den Rest des Wettkampfs. Dann habe ich es mit meinen Iso-Getränken versucht, auch die vertrug ich nicht besser – also an der Verpflegungsstation Wasser gegriffen. Nach 40km begann dann der Anstieg zur Platte. Diese wollte ich mit 295 Watt hochfahren, im Training hatte ich das auf einer langen Runde relativ locker mit 285 Watt gemacht. Jetzt kam ich gerade mal auf 262 Watt – Mann, war das bitter. Ich dachte nur: Was für ein Glück, das ich mit diesem Sport nicht mein Geld verdiene ;-). Oben auf der Platte kam mir dann der Führende – Andreas Dreitz – entgegen. Der hat’s gut, dachte ich, er geht gleich auf die Laufstrecke und ich hab noch 45km vor mir… In der letzten Stunde schwanden dann die Kräfte, natürlich auch aufgrund der fehlenden Energiezufuhr, weiter. Nach 3:08:49h ging ich in den zweiten Wechsel. Damit war die Radzeit gar nicht soviel langsamer als geplant, obwohl ich im Durchschnitt nur 189 Watt getreten habe. Im ganzen Training habe ich nicht eine einzige Radfahrt mit so geringer Durchschnittsleistung absolviert – das Mittel aller langen Radeinheiten lag bei 219 Watt, meine beste Einheit bei 242 Watt plus anschließendem Koppellauf auf Race Pace. Egal, weiter geht’s, Rang 94 nach dem Radfahren.

Die ersten zwei Kilometer auf einem 5:00 min/km Schnitt waren noch ganz ok und ich dachte, dass ich zumindest eine Gesamtzeit um die 5:49h schaffen könnte. Doch dann kamen die Magenkrämpfe erst so richtig;-). An der ersten Verpflegungsstelle hatte ich Cola genommen – keine gute Idee. Kohlensäure und Zucker waren eine – leider im wahrsten Sinne des Wortes – explosive Mischung. In meinem Magen hat es so gerumpelt, dass ich bergab gegangen bin aus Sorge, es nicht mehr bis zum nächsten Dixi Klo zu schaffen. Endlich kam eines – also der erste Not-Stopp. Die erste Hälfte des Halbmarathons hatte ich nach 59 Minuten, danach wurden die Magenkrämpfe noch schlimmer… Ich habe während des Laufens soviel Methan produziert, dass man ein Biogas-Kraftwerk eine gute Woche hätte betreiben können. Also ein weiterer, noch längerer Dixi-Stop. Wenn ich nicht gewusst hätte, dass Katja, Paula und Philip im Ziel auf mich warten, um mir die Medaille umzuhängen, wäre ich spätestens jetzt ausgestiegen. Ich habe mich dann noch durch zwei weitere Runden gekämpft. Dass man gegen Ende des Wettkampfs Schmerzen aushalten muss, war mir vorher sehr bewusst – ich hatte diese nur eher in den Beinen vermutet.

20160814_Zieleinlauf

Nach 06:07:30h lief ich dann als 134. meiner Altersklasse endlich über die Ziellinie und der Moment, den ich mir so lange vorgestellt hatte, war da: Meine Familie empfing mich und Paula hängte mir die Medaille um. Das war wirklich ein sehr schöner Moment!

20160814_Familienfotos

Mit zwei Tagen Abstand muss ich sagen, dass ich auf der einen Seite sehr zufrieden damit bin, trotz des Infekts überhaupt angetreten zu sein und den Wettkampf dann auch beendet zu haben. Die äußeren Bedingungen waren optimal, ich bin ohne technische Probleme durchgekommen, die Wechsel waren sehr gut und schnell, und auch das Schwimmen verlief besser als erwartet. Trotzdem bleibt die Unzufriedenheit, meine Trainingsleistungen nicht ansatzweise in Wiesbaden gezeigt zu haben, und das bereits bei einem zweiten Wettkampf in einem Jahr. Für das nächste Jahr werde ich mir also überlegen, ob ich nicht eher auf eine etwas größere Anzahl kürzerer Distanzen gehe. Zum einen reduzieren sich die notwendigen Trainingsumfänge, zum anderen setzt man nicht alles auf den einen großen „Haupt-Wettkampf“.

In Summe war es eine tolle Erfahrung, die ich nicht missen möchte, und langfristig auch ganz sicher nicht mein letzter Ironman.

 Posted by at 17:09
May 052016
 

Booom – das ist die Zusammenfassung des Aartal Einzelzeitfahrens 2016 der Triathlon Equipe Elz.

Meine Bestzeit aus dem Jahr 2013 lag bei 1:02:24 für die 40km-Strecke. In diesem Jahr war ich schon etwas besser trainiert – und das Material hat sich auch etwas verbessert. Ziel war also eine Zeit von unter 60 Minuten bei einer Tretleistung von ungefähr 270 Watt.

Heute morgen war es dann soweit. Um 10.00h trafen sich mehr als 30 Starter bei besten Bedingungen in Zollhaus. Ich erhielt die Startnummer 21 und machte mich um 10.20h auf die Strecke.

20160506_Aartal-Einzelzeitfahren-2016_01

Am Anfang sieht das immer noch alles recht locker aus. Ich konnte konstant über 275 Watt fahren. Den ersten Wendepunkt wollte ich bei ca. 34 Min erreichen. Tatsächlich aber erreichte ich ihn schon nach knapp unter 32 Minuten. Was war denn heute los?!?

Auf dem Rückweg wurde es dann schon etwas härter. Zwar geht es auf dem Rückweg bergab – ich habe aber dann doch das Rennen vom 01. Mai in Frankfurt noch in den Beinen gespürt. Ich konnte zwar eine Leistung von knapp 270 Watt halten, aber dafür musste ich doch ziemlich an die Grenze gehen.

20160506_Aartal-Einzelzeitfahren-2016_02

20160506_Aartal-Einzelzeitfahren-2016_03

Das Ziel erreichte ich nach 57:07 Minuten. Damit war ich nicht nur mehr als fünf Minuten schneller als meine bisherige Bestzeit, sondern auch noch drei Minuten schneller als eigentlich erhofft. Lohn: Platz acht. Das hätte ich echt nicht erwartet und den Rest des Tages war ich wie auf Wolke 7.

Neben der besseren Form (272 Watt Durchschnittsleistung anstatt 252 Watt) haben auch tatsächlich das Material und die verbesserte Sitzposition eine große Rolle gespielt. Gegenüber 2014 haben sich verändert:

Für niedrigeren Rollwiderstand:

  • Faltreifen anstatt Schlauchreifen
  • Latex- anstatt Butylschläuche

Für niedrigeren Luftwiderstand:

  • Tri-Suit mit längeren Ärmeln
  • Scheibenrad hinten
  • Schuh-Überzieher
  • Arme deulich näher beieinander

Nochmal in Zahlen ausgedrückt:

Do, 5 Mai 2016 10:20 So, 11 Mai 2014 10:20 Do, 9 Mai 2013 10:12
Wind 26 km/h O Wind 13 km/h W Wind 11 km/h S Wind
Ø Temperatur 11,9 °C 12,7 °C 19,7 °C
Gewicht 79,5 kg 83,3 kg 79,5 kg
Ruhepuls 50 bpm 55 bpm 55 bpm
 
Übersicht Zeitfahren, 40k Zeitfahren, 40k Zeitfahren, 40k
Distanz 40,00 km 40,00 km 40,00 km
Zeit 00:57:07 01:02:26 01:02:24
Ø Geschw 42,0 km/h 38,4 km/h 38,5 km/h
Kalorien 932 cal 950 cal 1.024 cal
Max. Geschw. 64,1 km/h 54,4 km/h 53,0 km/h
Positiver Höhenunterschied 143 m 214 m 151 m
Negativer Höhenunterschied 132 m 241 m 137 m
Ø HF (bpm) 180 bpm 179 bpm 184 bpm
Max. HF (bpm) 184 bpm 185 bpm 191 bpm
Normalized Power (NP) (W) 274 W 252 W 260 W
Ø Leistung (W) 272 W 252 W 260 W
Max. Leistung (W) 809 W 708 W 1.013 W
Ø Trittfrequenz 92 1/min 93 1/min 87 1/min
Max. Trittfrequenz 108 1/min 114 1/min 110 1/min
Aero-Effizienz (W / km/h) 6,476 6,563 6,753
Kardio-Effizienz (bpm / W) 2,092 2,032 2,016
Runden
Zollhaus – Bad Schwalbach
Zeit 31:46,0 35:23,0 35:11,0
Ø Geschw 37,7 33,8 34,1
Ø Leistung (W) 274 256 260
Ø HF (bpm) 179 178 182
Ø Trittfrequenz 95 94 88
 
Bad Schwalbach – Zollhaus
Zeit 25:21,0 27:03,0 27:13,0
Ø Geschw 47,4 44,5 44,1
Ø Leistung (W) 270 246 260
Ø HF (bpm) 181 180 187
Ø Trittfrequenz 89 91 87

 

 

 Posted by at 19:48
Sep 182015
 

Heute morgen bei Sonnenaufgang bin ich zu meiner großen Radrunde aufgebrochen. Ich hatte mir eine Tour von knapp 210km und ungefähr 2.800HM herausgesucht. Da die Sonne erst um 07.30h aufgeht und es schon um 19.30h wieder dunkel wird, hatte ich nur 12h Zeit für die Tour – also keine Zeit für lange Pausen.

Los ging es von Portocolom nach Felanitx, von dort aus weiter in Richtung Vilafranca de Bonany.

Auftakt zur Fahrradtour – schmale, unbefahrene Straßen kurz hinter Felanitx

Da war es noch easy…

Schattenspiele auf Bruchsteinmauern

Von dort aus ging es weiter nach Sineu…

Schöne renovierte Windmühle bei Sineu

…und weiter nach Inca.

Weiter auf dem Rad in Richtung Inca

Dort konnte ich schon auf das Tramuntana-Gebirge blicken. Zeit für einen kurzen Boxenstop an einer Tankstelle, um die Trinkflaschen aufzufüllen.

Nicht umsonst ist das Tramuntana-Gebirge UNESCO Weltkulturerbe

Dann ging es weiter über Selva und Caimari.

Ortsdurchfahrt Caimari

Hier wartete der erste Anstieg auf mich zum Coll de sa Batalla mit 7,9km Länge und durchschnittlich 5% Steigung. Hier bin ich 2010 schon mit Christian hochgefahren – auch dieses Mal war die Strecke ein echter Genuss. Nächstes Wochenende haben hier ungefähr 3.000 Starter beim Ironman Mallorca die Freude ;-).

Der erste Aufstieg – Coll de sa Batalla – liegt auf der Strecke des Ironman Mallorca

Die Strecke führt über Serpentinenstraßen bergauf

Ein Genuss – der Blick bergab ins Tal

Ein schöner Platz für ein Häuschen

Über die Küstenstraße Ma-10 ging es zu meinem eigentlichen “Top-Ziel” der Tour – Sa Calobra.

Wolkenverhangene Berggipfel

Die Abfahrt nach Sa Calobra

Die Abfahrt nach Sa Calobra war leider sehr lästig – unheimlich viele Busse und Jeeps hielten immer wieder an und blockierten die Straßen. Dafür war es im Hafen umso schöner.

Glücklich im Hafen angekommen

Ein grandioser Ausblick auf den Hafen

Eigentlich wollte ich in Sa Calobra eine Mittagspause machen. Allerdings gibt es “nur” zwei Massentourismus-Selbstbedienungs-Restaurants, sodass ich mich nach einer kurzen Foto-Pause direkt auf den Rückweg gemacht habe. Der zweite Anstieg hatte dann 9,5km und 7% Steigung.

Der zweite Aufstieg des Tages – Coll des Reis

Ein wunderschöner Anstieg

Serpentinen…

…und mehr Serpentinen

Oben angekommen gibt es die berühmte 270°-Kurve, kurz danach kommt man auf die Passhöhe.

Am Gipfel angekommen

Nach einer kurzen Abfahrt kam ich wieder auf der Ma-10 an. Hier habe ich mir an einem Kiosk eine kurze Essenspause gegönnt, es gab ein leckeres Bocadillo con Tuna und einen Espresso.

Zurück auf der Gebirgsstraße Ma-10

Danach ging es am Kloster Lluc vorbei in Richtung Pollenca.

Die Promenade von Port de Pollenca

Blick vom Strand auf Cap Formentor

In Pollenca hatte ich damals mit Christian gewohnt – es war witzig, an unserem damaligen Hotel vorbeizufahren.

Club Pollentia – unser Radhotel von 2010

Kitesurfer in der Bucht von Alcudia

Von Alcudia aus ging es dann über Can Picafort, St. Margalida, Petra und Manacor zurück nach Portocolom. Angenehmerweise hatte ich etwas Rückenwind, sodass ich von Alcudia aus fast einen 30er Schnitt fahren konnte.

Insgesamt war ich knapp über neun Stunden unterwegs – das war wesentlich schneller, als ich gedacht hatte. In Summe kam ich auf 210km und 2.650HM. Die Tour war wunderschön und hat Lust auf noch mehr Radfahren in Mallorca gemacht – wir kommen wieder ;-).

Sep 172015
 

Selbstverständlich musste ich auf Mallorca auch mal Rennradfahren. Heute morgen nach dem Joggen habe ich mir ein Rennrad ausgeliehen. Dann ging es auf eine Runde zum Warmfahren. Da wir nur unweit vom Kloster San Salvador entfernt wohnen, war das erste Ziel natürlich glaskar. Die Auffahrt über die wunderschön angelegte Serpentinenstrecke ist unvergesslich.

Auf dem Gipfel des San Salvador

Nach der Abfahrt ging es in Richtung Felanitx und von dort aus auf einen zweiten nahegelegenen Berg, zum Castell de Santueri. Diese Auffahrt war deutlich ungleichmäßiger mit einigen steilen Rampen zwischen 15 und 20% Steigung. Oben angekommen entschädigte ein schöner Blick auf die Burgruine und die Küste.

Castell de Santueri

An dieser Stelle sollte ich erwähnen, dass ich mir die Route mit Google Maps herausgesucht hatte. Für die Abfahrt vom Castell de Santueri wurde ich auf einen Weg gelotst, der zunächst fein geschottert war. Später wurde aus dem Weg dann ein richtiger Trail – ich habe Glück gehabt, dass das Rennrad mit den schmalen Reifen diesen Weg ohne Plattfuß überstanden hat.

Eine wunderbare Schotterabfahrt mit dem Rennrad – danke Google Maps für die Streckenempfehlung :-)

Wieder zu Hause angekommen standen knapp 40km und etwas mehr als 800HM auf dem Tacho.

Heute war Warmfahren – Morgen geht es dann auf die große Runde.

Aug 052015
 

Am 05. August bin ich zu einer zweitägigen (naja, ursprünglich war mehr geplant…) Radtour aufgebrochen. Über Montabaur ging es in Richtung Osten, bis ich in Bendorf an den Rhein kam.

Entlang des Rheinradwegs gibt es immer wieder schöne kleine Dörfer mit netten Häusern und Kirchen.

Um 11.00h hatte ich Bonn erreicht, etwas mehr als 100km lagen bereits hinter mir. Die Rheinauen sind immer wieder wunderbar anzusehen, hier der Blick auf das Hauptquartier der Deutschen Post.

Weiter ging es entlang des Rhein-Radwegs, bis ich bei ca. 175km Düsseldorf erreicht hatte. Bei dem schönen Sommerwetter war es unmöglich, entlang der Rheinpromenade ein freies Bänkchen für eine Pause zu ergattern – also habe ich im Stehen einen kleinen Snack genommen.

Weiter ging es durch den Pott – die Aussicht war hier etwas weniger reizvoll…

Nach 250km hatte ich Borken erreicht. Hier habe ich in einem Supermarkt mein Abendessen gekauft und nochmal die Trinkflaschen aufgefüllt. Ab ging es auf die letzten 12km Rad für heute.

Hier schlug ich dann mein Nachlager auf und parkte mein Rad unter einem schönen großen Baum.

Am ersten Tag waren es 262km mit einem Durchschnitt von knapp 25km/h – so hatte ich mir das vorgestellt.

Am nächsten Morgen ging es zeitig weiter, hier ein letzter Blick zurück auf meine Ruhestätte.

Durch schöne Alleen ging es zunächst in Richtung Osten.

Einen kurzen Kaffee-Stopp habe ich in Velen eingelegt. In diesem “Sportschloss” hatten Steffi und Sebastian vor kurzem erst geheiratet, es war witzig, so kurze Zeit danach nochmal hier zu sein.

Weiter ging es entlang des Dortmund-Ems Kanals…

…auf einem Schotterweg… Die Rad-Routen-Empfehlungen von Google sind für Rennräder nur bedingt geeignet.

Bei Werl gab es dann das erste Mal so etwas wie einen Berg – der aber einen schönen Blick zurück auf das Ruhrgebiet ermöglichte.

Und dann war es schon soweit – Arnsberg, das Ziel der zweiten Etappe, stand zum ersten Mal auf einem Wegweiser.

Heute waren es knapp über 150km und – dank des steten Gegenwinds – nur 24km/h im Schnitt.

Die Tour hat recht viel Spaß gemacht, auch wenn sie landschaftlich bei weitem nicht so reizvoll war wie meine Transalp 2013. Mit der Navigation hat es gut geklappt, die Beine haben auch ganz gut mitgespielt. An der Logistik drum herum kann man sicherlich noch einiges verbessern, z.B. weiß man bei manchen Dingen erst nach der Tour mit Sicherheit, dass man sie tatsächlich nicht gebraucht hätte. Diese Erkenntnis nimmt man dann zumindest für die nächste Tor mit.

 Posted by at 06:31
Jul 262015
 

Heute Morgen haben wir erstmal ausführlich in unserem Hotel “Ebertor” gefrühstückt. Danach sind wir eine kleine Runde durch Boppard spazieren gegangen. Ein wirklich schönes Fleckchen.

Nach unserer Runde sind wir mit dem Sessellift zum Aussichtspunkt “Gedeonseck” gefahren.

Von dort aus haben wir die Aussicht auf die Rheinschleife genossen.

Dann ging es mit dem Rad weiter nach St. Goar.

Dort haben wir noch zu Mittag gegessen und haben dann mit der Fähre nach St. Goarshausen übergesetzt. Von dort aus sind wir mit dem Zug über Wiesbaden zurück nach Limburg gefahren. Ein schöner Ausflug!

Jul 252015
 

Heute Vormittag sind wir – Sascha, Dominique und ich – mit dem Radl von Limburg in Richtung Boppard losgefahren. Das Wetter war heute nicht ganz optimal für eine Tour – dennoch haben wir es bis an den Rhein geschafft…

…und dort auch mal kurz den Ausblick genossen.

In Filsen haben wir dann die Fähre nach Boppard genommen, dem Ziel unserer heutigen Tour.

In Summe waren es dann knapp 78km bei ziemlich ungünstigen Bedingungen.

Den Abend haben wir dann noch bei einer leckeren Portion Pasta ausklingen lassen.